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1 x 1 der Inkontinenz: wenn Deine Blase ein Eigenleben entwickelt

In Deutschland leiden circa 30 Prozent der Frauen über 18 Jahren an einer Blasenschwäche oder Inkontinenz. Woher kommt es, dass trotz so vieler Betroffener fast niemand darüber spricht? Oder unterhältst Du Dich mit Deinen Freundinnen über Deine Angst, beim Trampolinspringen mit Deinen Kindern Deine Blase nicht kontrollieren zu können? Es ist Zeit, dieses Tabu zu brechen und Frauen aufzuklären. Denn es stehen unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Verfügung, die Deine Blase stärken können. In diesem Ratgeber erzählen wir Dir mehr.

Was ist eine Blasenschwäche oder Harninkontinenz?

Inkontinenz bezeichnet einen ungewollten Abgang von Urin aus der Harnblase, aufgrund verschiedener Erkrankungen der Blase selbst oder ihrer muskulären Verschlussmechanismen. Je nach Ursache unterscheiden Mediziner folgende häufige Formen:
Die Belastungs- oder Stressinkontinenz macht ungefähr 40 % der Fälle aus. Vielleicht kennst Du das Problem aus einer Schwangerschaft. Irgendwann drückt das ungeborene Baby so fest auf Deine Blase, dass bei jedem Husten oder Niesen unwillkürlich ein paar Tropfen Urin herauskommen. Das kann auch beim Springen passieren, beim Lachen, beim Heben schwerer Gegenstände und in anderen Situationen, in denen der Druck im Bauchraum steigt. In ausgeprägten Fällen kann sich die Stressinkontinenz sogar beim Treppensteigen oder Aufstehen aus dem Sitzen bemerkbar machen. Ein schlaffer, untrainierter Beckenboden gehört meist zum Problem dazu.

Die Dranginkontinenz oder überaktive Blase kommt ebenfalls häufig vor. Musst Du in kurzen Zeitabständen immer wieder dringend auf die Toilette und schaffst es nicht rechtzeitig? Dann kann bei Dir eine Dranginkontinenz vorliegen. Sie kann eine Schwangerschaft und Geburt als Ursache haben oder mehrfache Harnwegsinfektionen. Auch Nieren- oder Blasensteine können die Dranginkontinenz auslösen. Im Alter ist das sinkende Geschlechtshormon Östrogen schuld, das zusätzlich zu einem Absenken des Beckenbodens mit Gebärmutter und Blase führen kann. Hier hilft in vielen Fällen eine Operation.

Seltener treten die Reflexinkontinenz, die Überlaufinkontinenz sowie die Inkontinenz außerhalb der Harnröhre auf. Auch Mischformen sind möglich. Als Risikofaktoren für eine Blasenschwäche gelten zum Beispiel Schwangerschaft, Übergewicht sowie eine schwache Beckenbodenmuskulatur.

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Was Du für Deine Blase tun kannst

Schau Dir Deinen Lebensstil an. Vielleicht kannst Du mit ein paar kleinen Veränderungen schon viel für Deine schwache Blase erreichen.

  • Gehe beim Heben schwerer Gegenstände in die Hocke und spann den Beckenboden an, wenn Du Dich wieder aufrichtest.
  • Trainiere Deinen Beckenboden, zum Beispiel mit dem Ruby Beckenbodengewicht oder dem Elvie Beckenbodentrainer.
  • Verzichte auf koffeinhaltige Getränke, die die Urinausscheidung steigern können.
  • Trinke ausreichend Wasser am Tag. Wenig zu trinken erhöht nur Dein Risiko für eine Blasenentzündung und hilft bei einer schwachen Blase nicht.

Weitere Tipps für einen starken Beckenboden findest Du hier.

Hilfreiche Produkte für Deinen Alltag mit einer Blasenschwäche

Viele betroffene Frauen verlieren nur wenige Tropfen Urin. Trotzdem ist es natürlich unangenehm und eine herkömmliche Slipeinlage bietet nicht den gewünschten Schutz. Inkontinenz hat einen starken Einfluss auf Deine Gefühle und Deine Psyche. Sie kann Dich schnell verunsichern und sogar dazu führen, dass Du Dich zurückziehst, weil Du Angst davor hast, dass jemand den Uringeruch wahrnehmen könnte. Eine Windel möchten besonders junge Frauen aber auch nicht anziehen. Hier haben wir alternative Produkte für Dich und Deine Leidensgenossinnen zusammengestellt:

  • Deine gewohnte Freiheit schenken Dir spezielle Slips wie die von PROTECHDRY, die den Urin geruchlos aufnehmen. Das moderne, atmungsaktive Material transportiert Feuchtigkeit von Dir weg und verwöhnt Deine Haut. Natürliche antimikrobielle Zusätze machen kurzen Prozess mit allen Bakterien. So kann peinlicher Geruch gar nicht erst entstehen. Und Du fühlst Dich auf der Piste mit Deinen Freunden oder im Theater wieder richtig wohl.
  • Etwas weniger umweltfreundlichen Schutz gewähren Dir Wegwerfslips oder diskrete Inkontinenzeinlagen, die ähnlich wie die Slipeinlagen funktionieren, die Du während Deiner Periode verwendest.
  • Oder Du greifst zu natürlichen Slipeinlagen, die nicht aus synthetischen Stoffen bestehen, nachhaltig, atmungsaktiv, bequem und vor allem wiederverwertbar sind.

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Wie Urologen und Frauenärzte die Inkontinenz behandeln

Auch wenn es Dir peinlich ist, solltest Du Dich Deinem Frauenarzt oder einem Urologen anvertrauen, wenn Du Anzeichen für eine Blasenschwäche bemerkst. Es gibt viele Möglichkeiten, die Inkontinenz zu bessern oder sogar ganz zu heilen. Beckenbodentraining haben wir ja bereits erwähnt. Da viele verschiedene Muskeln die Blase verschließen und halten, kannst Du mit Training viel erreichen. Ein Physiotherapeut zeigt Dir effektive Übungen, die Du dann jeden Tag zu Hause durchturnst. Drei bis sechs Monate Geduld brauchst Du allerdings. Hat sich Deine Inkontinenz nach einem halben Jahr Training noch nicht gebessert, wird Dir Dein Arzt eine andere Therapiemethode empfehlen. Achte auch auf Deinen Körper. Deutliches Übergewicht erhöht den Druck auf die Blase.

Die nächsten möglichen Therapieschritte

  • Häufig ist der Östrogenmangel in und nach den Wechseljahren die Ursache für eine Inkontinenz. Der Frauenarzt verschreibt in diesem Fall Östrogenzäpfchen für die Scheide oder eine östrogenhaltige Salbe für den Genitalbereich. So wirkt das Hormon direkt vor Ort in niedriger Dosierung.
  • Inkontinenzpessare und -tampons steigern den Druck auf die Harnröhre.
  • Mit Elektrostimulation kann der Arzt die Nerven anregen, die für die Muskulatur der Harnblase zuständig sind.
  • Verschiedene Operationen heben die Blase an oder unterstützen den Verschluss der Harnröhre.

Deine Must-Haves bei Inkontinenz

Du bist nicht allein, denn fast jede dritte Frau hat eine schwache Blase. Wäre Dein Leben nicht viel einfacher, wenn Inkontinenz ein von Peinlichkeit befreites Thema sein könnte? Scham nimmt so viel Lebensfreude und wir von CUCA BY LINDA möchten etwas daran ändern. Hilf uns dabei und erzähle in unserer Community Deine Geschichte. Was bedeutet ein Leben mit Inkontinenz für Dich? Welche Tipps hast Du persönlich für andere Betroffene?

Bernhard Uhl; Gynäkologie und Geburtshilfe compact: Alles für Station, Praxis und Facharztprüfung; Thieme Verlag; Stuttgart 2017
Rainer Hofmann, Uwe Wagner; Inkontinenz- und Deszensuschirurgie der Frau; Springer Verlag, Heidelberg 2014

 

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