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Lipödem – Fakten zur Erkrankung und woran Du sie erkennen kannst

Seit der Pubertät oder Deiner letzten Schwangerschaft hast Du Probleme mit Deinen dicken Beinen und weder Sport noch Diät helfen weiter. Du hast immer wieder unerklärliche blaue Flecken und bist besonders empfindlich an diesen Stellen? Das kann natürlich reiner Zufall sein oder vielleicht mehr dahinter stecken, wie z.B. das Lipödem. Wir versorgen Dich mit den Fakten zu der Erkrankung Lipödem und woran Du sie erkennen kannst.

Dicke, schwere Beine nach einem langen Tag auf der Arbeit oder unterwegs kennen viele. Auch, dass bei warmen Temperaturen oder nach der Sauna, die Beine schon mal etwas praller wirken ist nicht weiter ungewöhnlich – insofern das nicht Dein Alltag ist.
Denn solltest Du damit täglich zu schaffen haben, könnte dahinter vielleicht ein Lipödem der Beine stecken. Da hilft dann auch exzessive sportliche Betätigung oder ein Diät-Marathon nicht weiter. Denn die hormonell bedingte Erkrankung Lipödem lässt sich davon nur wenig beeindrucken.

Lipödem Fakten: Was ist das überhaupt?

Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die dazu führt, dass sich veränderte Fettzellen an Armen und Beinen krankhaft vermehren und auf diese Weise zu einer optischen Disproportion der betroffenen Stellen führen.
Meistens tritt das Lipödem während der Pubertät, einer Schwangerschaft oder der Wechseljahre bei Frauen auf, weswegen vermutet wird, dass die Erkrankung hormonell bedingt ist.

Woran erkenne ich ein Lipödem?

Ein Lipödem wird man am ehesten an den deformierten Extremitäten der Betroffenen im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Doch soweit muss es nicht erst kommen, denn es gibt auch schon im Vorfeld einige Symptome, die ein Lipödem frühzeitig vermuten lassen.
Dazu zählen:

  •      Symmetrisches Auftreten der Umfangsvermehrung, also beide Beine oder Arme sind betroffen
  •      Berührungs- und Druckempfindlichkeit
  •      Neigung zu Blutergüssen (ohne sich vorher merkbar gestoßen zu haben)
  •      Neigung zu Besenreisern
  •      In der zweiten Tageshälfte schwellen die Unterschenkel spürbar an
  •      Stemmer’sche Zeichen ist negativ

Solltest Du ein oder mehrere dieser Symptome wiedererkennen, solltest Du darüber mit Deinem Hausarzt sprechen und Dir eine Überweisung zu einem Facharzt, wie beispielsweise einem Phlebologen, ausstellen lassen. Dieser kann Dich dann genau untersuchen und Dir weiterhelfen und die Frage klären, ob Du vom Lipödem betroffen bist.


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Therapiemöglichkeiten beim Lipödem

Die Basis der konservativen Therapie beim Lipödem ist das Tragen von individuell maßangefertigten, flachgestrickten Kompressionsstrümpfen. Das regelmäßige Tragen dieses medizinischen Hilfsmittels kann dabei unterstützen, das Gewebe zu entstauen und dass sich das Ödem nicht weiter verschlimmert.
Zusätzlich wird häufig noch eine manuelle Lymphdrainage verordnet. Diese sanfte Massagetechnik des Physiotherapeuten wird meist für 2x 60 Minuten pro Woche vom Arzt verschrieben. Dabei wird das Lymphsystem angeregt, so dass die Lymphknoten effektiver Wasser, Eiweiß und weitere Stoffe aus dem Gewebe transportieren und so Ödeme und Fibrosen (Verhärtungen) verringert werden können.
Diese beiden Therapieformen werden von der Krankenkasse meistens übernommen.
Eine weitere Therapieform ist die Liposuktion oder umgangssprachlich auch Fettabsaugung genannt. Dabei wird operativ das krankhaft veränderte Fettgewebe unter der Haut entfernt.
Die Kosten für diesen chirurgischen Eingriff wird nur im Ausnahmefall oder nach einem Rechtsstreit von der Krankenkasse übernommen.
Nach einer Liposuktion benötigen einige Lipödem-Patientinnen trotzdem weiterhin Kompressionsbestrumpfung und manuelle Lymphdrainage (MLD).

Was sonst noch gut tut

Natürlich gibt es noch mehr was Du tun kannst, neben den vom Arzt verordneten konservativen Therapien wie Kompressionstrümpfen und manueller Lymphdrainage (MLD).
Beim Lipödem ist wie auch bei gesunden Menschen, eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Dabei sollte man auf möglichst viel Zucker verzichten und generell wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Viel Gemüse und gute Fette, sowie viel Trinken sind hingegen auch beim Lipödem wichtig.
Auch Bewegung und Sport tut wirklich gut, insbesondere wenn ihr dabei die Kompressionsstrümpfe tragt. Denn durch die Kombination aus Bewegung und Kompression wird Deine Muskel-Venen-Pumpe in den Beinen trainiert und Deinen Blutkreislauf unterstützt. Zudem verhindert dies weitere akute Schwellungen.
Es gibt sogar schon ein Sportprogramm, dass extra für Lipödem-Patientinnen entwickelt wurde und in einigen Sportstudios bereits angeboten wird.
Und was eigentlich immer geht: nach Möglichkeit und Bedarf einfach mal die Beine hochlegen.

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Die richtige Hautpflege bei Lipödem

Ein ganz besonders wichtiges Thema für Lipödem-Betroffene ist eine gute Hautpflege.
Denn die natürliche Hautbarriere-Funktion ist beim Lipödem geschwächt und wird darüber hinaus durch das Tragen der Kompressionsbestrumpfung zusätzlich strapaziert. Dadurch wird die Haut schnell trocken, kann unangenehm beginnen zu jucken oder wird sogar wund. Deshalb ist regelmäßiges Eincremen mit einer reichhaltigen und pflegenden Creme besonders wichtig, um dem vorzubeugen. Am besten cremst Du Dich abends vor dem Schlafen gehen ein, so dass die aufgetragene Lotion über Nacht in Deine Haut einziehen und wirken kann.
Es gibt sogar schon Cremes die speziell auf die Haut-Bedürfnisse von Ödempatienten und das Tragen von Kompressionsstrümpfen abgestimmt wurden. Diese ziehen besonders schnell ein, lassen sich rückstandslos auftragen, schädigen nicht das Material der Kompression und verbessern sogar den Halt der Kompressionsstrümpfe auf der Haut.

Das Leben mit Lipödem

Die Erkrankung Lipödem ist nicht lebensbedrohlich, schränkt aber viele Betroffene im Verlauf ihrer Erkrankung immer weiter in ihrem Alltag und Leben ein. Neben den körperlichen Schmerzen, die das Lipödem bei einigen Betroffenen verursacht ist, und dem zunehmenden Umfang an den betroffenen Stellen, ist es vor allem der psychische Leidensdruck für viele von ihnen schwer zu ertragen.
Weshalb eine unterstützende Psychotherapie oder das Gespräch mit Leidensgenossinnen in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe oder der Austausch online emotionale Erleichterung bringen kann. Zu wissen, dass man nicht alleine ist, sich verstanden und akzeptiert zu fühlen so wie man ist, tut gut und schränkt die Selbstzweifel etwas ein.
Übrigens: die einfachste Art und Weise mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten ist natürlich online! In den sozialen Netzwerken gibt es mittlerweile viele Gruppen, Seiten und Veranstaltungen, die von und für Ödempatienten gestaltet worden sind, um den gemeinsamen Austausch zu vereinfachen und zu ermöglichen.
Auf diese Weise kannst Du Dich ganz einfach mit anderen Betroffenen austauschen und vernetzen, Fragen stellen und praktische Tipps für den Alltag mit Lipödem erhalten.
Bist Du von Lipödem betroffen? Bitte teile Deine Erfahrungen mit uns und unserer CUCA-Community.

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/037-012l_S1_Lipoedem_2016-01.pdf
https://www.medi.de/gesundheit/diagnose-therapie/lipoedem/
https://www.medi.de/gesundheit/diagnose-therapie/lipoedem/
https://www.lanuc.de/
https://lipocura.de/leben-lipoedem/tipps/
https://lipocura.de/lipoedem/symptome/

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