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„Mama, bist Du heute wieder ein Drache?“ – über Elternschaft und Zyklus

Für menstruierende Menschen bringen manche Tage im Monat noch einmal eine extra Prise an Herausforderungen mit sich. Und zwar dann, wenn sie kurz vor oder während ihrer Menstruation sind. Was uns, vor allem in unserer Elternschaft, an diesen besonderen Tagen dabei unterstützen kann, in einer friedvollen Verbindung mit uns selbst und unseren Kindern zu bleiben, erfährst Du in folgenden 5 Impulsen.

Die erste und die letzte Phase des Zyklus sind für mich, jeden Monat aufs Neue, herausfordernd. Und nicht nur für mich. Für meine Familie auch. Es ist Drachenzeit. Oder anders gesagt: Der zyklische Herbst beginnt und ist dicht gefolgt vom zyklischen Winter. Die Energie geht runter. Ich werde empfindsamer. Zum Beispiel in Bezug auf Lautstärke. Und meine Tochter würde fragen: „Bist Du heute wieder ein Drache, Mama?“. Denn ja, an diesen Tagen speie ich mehr Feuer als in meinem restlichen Zyklus.

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Was können wir aber tun, damit wir im Idealfall erst gar kein Bedürfnis haben, Feuer zu spucken. Was kann uns dabei unterstützen, gut mit uns selbst in der VerBindung zu sein und so auch liebe- und friedvoll mit unseren Mitmenschen bleiben?

Ich freue mich, wenn Dich folgende fünf Herzensimpulse inspirieren, diesen beiden Zyklusphasen ab heute mehr Aufmerksamkeit zu schenken und noch einmal besser auf Dich achtzugeben.

1. Der Zykluskalender als Orientierung für Dich und Deine Familie

Wer hat an der Uhr gedreht und ist es wirklich schon wieder so spät? Das frage ich mich fast jeden Monat aufs Neue, wenn ich spüre, dass mein Nervenkostüm dünner wird. Mit einem Blick auf meinen Zykluskalender ist es mir dann auch wieder sonnenklar. Der zyklische Herbst hält Einzug.

Seit einigen Monaten hängt der Zykluskalender in unserem Badezimmer. Er gibt mir und meiner Familie eine wertvolle Orientierung darüber, wo ich in meinem Zyklus stehe. Seit ich diesen Kalender nutze, kann ich schon im Voraus besser planen. Ich gebe darauf Acht, in dieser Zeit nicht zu viele Termine zu haben, sondern mehr Platz für Pausen einzuräumen. Ich schiebe nicht so wichtige Termine um 1-2 Wochen nach hinten, um noch mehr Raum für mich und meine Bedürfnisse zu haben. Ich nehme mich und meine Bedürfnisse in diesen Tagen noch einmal ernster. Ich bin es mir wert und dazu möchte ich auch Dich ermutigen! Sei es Dir wert!

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Und das bringt mich auch schon zum zweiten Impuls, den ich Dir mitgeben möchte: Achte auf Deine Bedürfnisse. Immer. Aber ganz besonders in den herausfordernden Phasen Deines Zyklus.

2. Check Up, um Deine Bedürfnisse zu spüren

Mich unterstützt es sehr, wenn ich einmal, im Idealfall mehrmals, am Tag kurz innehalte. Stehen bleiben. Mein Tun unterbrechen. Tief durchatmen. Vielleicht auch für einen Moment die Augen schließen und in mich hineinfühlen. Ich lade Dich, besonders rund um Deine Menstruation ein, regelmäßig einen Check-Up zu machen:

Wie geht es Dir gerade? Was brauchst Du jetzt? In diesem Moment? Eine Pause? Bewegung? Einen leckeren Tee? Ein wohltuendes Gespräch mit einer Freundin? Aufenthalt in der Natur? Gute Musik? Ein spannendes Buch? Es gibt so vieles, das uns guttut. Und ja, bei den meisten Dingen, können wir auch unsere Kinder miteinbeziehen und lernen, unsere Bedürfnisse auch in ihrem Beisein zu erfüllen.

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Es gelingt nicht immer. Und wenn sich unser Energietank leert und leert und wir die Alarmleuchten nicht sehen oder erkennen, dann geschieht es: Wir fühlen uns überfordert und werden unfreundlich zu uns und unseren Lieblingsmenschen.

Der nächste Impuls, kann Dich noch einmal mehr darin unterstützen, die Alarmsignale Deines leeren Energietanks wahrzunehmen.

3. Radikale Akzeptanz

Annehmen, was gerade ist, ist eine wertvolle Ressource für uns. Anzunehmen, dass wir zyklische Wesen sind. Die radikale Annahme, dass wir nicht 30 oder 31 Tage im Monat am selben Energielevel fahren. Anzunehmen, dass wir auch in den vierten oder dritten oder zweiten oder sogar in den ersten Gang zurückschalten können. Volle Leistung, 365 Tage am Stück, ist einfach nicht möglich. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Pausen sind wichtig. Noch einmal mehr, wenn der Körper klare Signale dafür zeigt. Habe Mut, auch einmal im Leerlauf zu fahren. Nimm es an, dass die Energie nicht jeden Tag dieselbe sein kann.

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Warum fällt so vielen von uns dieses Annehmen so schwer? Wir sind in eine Leistungsgesellschaft hineingeboren worden. Eine Pause machen und nichts tun wird schnell gleichsetzt mit „nichts wert sein“. Der 4. Impuls soll Dich dabei unterstützen, aus dem Leistungsgedanken auszusteigen.

4. Du bist gut, so wie Du bist

Diesen einen Satz. Schreibe ihn Dir auf und ab damit an den Kühlschrank oder Badezimmerspiegel. Denn genauso ist es! Du bist gut. Du bist genug. Und Du bist genau richtig, so wie Du bist! An allen Tagen Deines Zyklus. An allen Tagen im Jahr. Egal, ob Du super produktiv bist, DEINE Punkte auf der Wanna-Do-Liste höchst motiviert und in Windeseile abarbeitest, oder ob DU einen Tag mit Serien, Schoko und Chips auf der Couch verbringst. DU bist gut, so wie DU bist. Immer!

Es ist mehr als an der Zeit unsere hohen Ansprüche an uns selbst über Bord zu werfen! Wir sind es wert, Pausen zu machen. Immer. Denn ohne Pausen ist Musik Lärm. Und dies gilt noch einmal mehr, wenn unser Körper mit Reinigung und Erneuerung beschäftigt ist. Und genau dies geschieht rund um und während unserer Menstruation. Wir reinigen und erneuern uns. Jeden Monat aufs Neue erleben wir einen kleinen „Tod“ und werden neu geboren. Das braucht Kraft.

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Was aber, wenn wir trotz Pausen, trotz Check-Ups und großem Verständnis mit uns selbst, zum Drachen mutieren und unsere Mitmenschen darunter leiden? Mit dem letzten Impuls möchte ich DIR dazu noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

5. Den Drachen besänftigen

Wenn wir spüren, dass der Drache in uns erwacht und am liebsten alles um ihn herum mit seinem Feuer niederbrennen möchte, gibt es ein paar kleine Helferlein, die wir uns aneignen und für den Ernstfall üben können. So banal es klingen mag, ist der Atem ein wunderbarer Anker, um uns durch stürmische Zeiten zu tragen. Kommt ein Ärger, eine Wut in Dir hoch, dann versuche immer wieder ganz tief in Deinen Bauch ein- und auszuatmen. Ein Ortswechsel kann ebenso unterstützend wirken, dass wir nicht mit Feuer um uns speien. Gib Deinen Kind eine kleine Orientierung: „Ich brauche kurz Raum für mich. Ich brauche mal frische Luft.“ Und gehe in ein anderes Zimmer, auf den Balkon oder öffne ein Fenster. Es kann aber auch sein, dass Dir in solchen Momenten Bewegung guttut. Dreh Dein Lieblingslied auf und tanze und schüttle die starken Gefühle, den Ärger, die Wut aus Dir heraus.

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Das Wichtigste zum Schluss: Verurteile Dich nicht, wenn Du „Feuer“ gespuckt hast. Bleibe bitte liebevoll mit Dir. Wir alle machen Fehler und können daraus lernen. Sag Deinem Kind, dass es Dir leid tut und dass Du immer besser lernst, den Drachen in Dir zu besänftigen. Dass Du weiter üben wirst, Dir ausreichend Pausen zu nehmen. Und Du immer besser darin wirst, Deinem Energietank, Deine Bedürfnisse im Blick zu behalten.

Und jetzt bist Du an der Reihe. Erzähl uns so gerne: Hast Du ein Kinder oder mehrere Kinder und wie geht es Dir an diesen besonderen Tagen im Monat in Deiner Elternschaft? Hast Du einen inneren Drachen und wie zeigt er sich? Ich freue mich so sehr von Deinem Erfahrungen zu lesen.

Herzensgrüße,

Franziska

Mehr über Franziska

Mutterschaft und PMSIch bin Franziska Ebner-Ptok, Dipl. Elementarpädagogin, Pikler Pädagogin i.A. und SandSpielRaumleiterin. Ich begleite Menschen auf dem Weg ihrer friedvollen Elternschaft – von Anfang an! Auf meinem Impulsbuffet teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen als Pädagogin und Mutter und freue mich, dadurch einen Teil zu einem friedvolle(re)n Miteinander beitragen zu können. Denn Frieden beginnt bei uns selbst und bei den jüngsten in unserer Gesellschaft, bei unseren Kindern.

https://www.instagram.com/friedvoll.miteinander.sein/

Mein Zykluskalender:

https://drive.google.com/file/d/1Qul8mxZE4Usuo41xsDg5j696CX6O1yJn/view

 

 

Quellen:

https://www.vulvani.com/warum-schreiben-wir-menstruierende-menschen

https://cucabylinda.com/im-einklang-mit-dem-eigenen-zyklus-leben-interview-mit-katja-von-feel-your-flow/

https://www.achtsam-familie-sein.de/post/die-vier-schritte-achtsamer-veränderung-im-elternsein

https://derkompass.org/2019/10/20/5-ideen-um-wieder-in-deine-mitte-zu-finden/

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