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Meine Endometriose: Erfahrungsbericht der Laparoskopie von Lea Kreissl

Hi, ich bin Lea und ich habe seit 2015 Endometriose – sie blieb aber leider viel zu lange unentdeckt. Erst im Juli 2019 kam der Verdacht der Endometriose überhaupt auf. Dann wurde ich aber auch schon relativ schnell, im November 2019, operiert und bekam meine finale Diagnose: Endometriose und auch Adenomyose. Ich weiß von mir selber, dass die Endometriose-Operation mit sehr vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden sein kann, weshalb ich meine Erfahrungen hier mit euch teilen möchte. Mir persönlich haben die Geschichten anderer immer sehr geholfen, daher möchte auch ich allen Betroffenen Mut machen und schreibe seit meiner Diagnose einen eigenen Endometriose-Blog.

Wenn der Verdacht Endometriose im Raum steht, dann geht das meistens mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) zur finalen Diagnose einher, bei der auch oft schon Endometrioseherde entfernt werden. Unterschätzen solltest Du diesen Eingriff nicht, aber Dir auch nicht zu viele Sorgen darum machen.

Eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist die sicherste Diagnosemethode und die am meisten angewandte Behandlung bei Endometriose. Du schläfst während des kleinen chirurgischen Eingriffs. Dein Arzt führt durch minimale Schnitte eine Kamera und Instrumente in Deinen Bauch ein. So kann er die Schleimhautherde gleichzeitig feststellen, untersuchen und entfernen.

So lief die Operation bei mir ab:

Es muss operiert werden – so habe ich mich auf  die Bauchspiegelung vorbereitet

Nachdem bei mir der Endometriose-Verdacht aufkam, habe ich ziemlich schnell eine Überweisung für besagte Operation bekommen. Ich persönlich habe auf Vorschlag meiner Ärztin eine ambulante Klinik gewählt und bin über diese Entscheidung sehr froh. Ich hatte das Gefühl, bei mir zuhause besser zur Ruhe zu kommen und schneller wieder fit zu werden. Je nach Verdacht erübrigt sich diese Entscheidung aber, denn gewisse Eingriffe können natürlich nur im Krankenhaus durchgeführt werden.

Hast Du Dich für eine Klinik entschieden, wirst Du dort ein OP-Vorgespräch haben, bevor Du einen OP-Termin bekommst. Darin wird Dir alles genau erklärt, der Ablauf, das Verfahren und Du kannst alle Deine Fragen stellen. Meistens wird auch nochmal eine Untersuchung gemacht. Dann bekommst Du Deinen OP-Termin. Je nach Klinik und geplantem Eingriff können bis zum OP-Termin Tage bis wenige Wochen vergehen. Dann heißt es abwarten, aber versuch Dich in dieser Zeit nicht verrückt zu machen, denn es ist alles wirklich nicht so schlimm!

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Der OP-Tag – Laparoskopie in wenigen Stunden

Am Tag meiner Operation bin ich morgens von meinem Freund in die ambulante Klinik gefahren worden. Ich habe jede Menge Papierkram bekommen, bevor ich abgeholt und zu meinem Bett gebracht wurde. Dort habe ich außer Unterhose und Socken alles aus- und mein Nachthemd angezogen. Kurze Zeit später kam auch schon der Anästhesist, um das Anästhesiegespräch mit mir zu führen. Auch der operierender Arzt schaute nochmal kurz vorbei, bevor es dann schon in den OP ging. Dort wurde mir mein Zugang gelegt, ich bekam eine „Alles-Egal-Spritze“ und direkt danach die Narkose.

Aufgewacht bin ich im Aufwachraum, völlig benebelt. Nach einiger Zeit mit Überwachung durfte ich mir mit Hilfe einer Schwester vorsichtig was überziehen und wurde in einen Ruheraum begleitet, in dem auch mein Freund dazu kam. Nach etwa zwei Stunden hatte ich auch schon mein Nachgespräch mit dem operierenden Arzt. In diesem Gespräch wurde mir erklärt, was gefunden und gemacht wurde. Auch meinen OP-Bericht habe ich mitbekommen. Nach dem Gespräch sollte ich nochmal auf Toilette gehen und wurde daraufhin entlassen. Ich war von 8 – meine OP war um 9 – bis ungefähr 15 Uhr in der Klinik.

Pro-Tipp am Rande: Nimm Dir ein großes Kissen zum Draufsetzen und ein kleines zum zwischen Gurt und Bauch Schnallen mit für die Rückfahrt, um Dir unnötige Schmerzen zu ersparen!

Nach der Operation – ab ins Bett

Relativ schnell habe ich dann im Auto Schulterschmerzen bekommen. Das ist aber durch das Gas von der Operation ganz normal – diese Schmerzen empfand ich übrigens als schlimmer, als die von der Operation selber. Zuhause angekommen hat ein paar Minuten Herumlaufen dagegen aber geholfen. Eine Kleinigkeit habe ich noch gegessen, bevor ich mich dann schnell ins Bett verabschiedet habe. Ich habe in dieser Nacht ungefähr 14 Stunden geschlafen und das tat unglaublich gut.

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Die Genesung – schneller wieder fit als gedacht

Ich habe mich schon am nächsten Tag wieder verhältnismäßig gut gefühlt – mein Körper hat den Schlaf genutzt. Schmerzmittel habe ich nur an dem Tag nach der Operation genommen, dann brauchte ich keine mehr. Ich habe die Tage danach natürlich primär auf der Couch verbracht – abgesehen von kleinen Spaziergängen in der Wohnung. Mein persönliches Highlight war zwei Tage nach der Operation die erste Dusche, als ich endlich die Verbände abmachen durfte! Danach habe ich meine Wunden nur noch mit normalen Pflastern verklebt – das wurde mir so geraten.

Laparoskopie

Wirklich rausgegangen bin ich vier Tage nach der Operation das erste Mal. Mein kleiner Spaziergang war schnell anstrengend, tat aber sehr gut. Ab dem Zeitpunkt habe ich dann auch wieder angefangen, normale Sachen zu machen – natürlich vorsichtig. Das Reiten habe ich sicherheitshalber vier Wochen warten lassen, dann ging auch das wieder einwandfrei – nur war es noch recht anstrengend.

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Eine positive Einstellung ist das A & O

Ich persönlich glaube, dass eine positive Einstellung ganz viel ausmachen kann! Deshalb mach Dir nicht zu viele Sorgen, stress Dich nicht. Am Ende ist meine Operation nicht schlimm gewesen und ich war viel schneller wieder fit, als ich erwartet hätte!

Wenn Du mehr über meine Erfahrungen wissen möchtest, dann schau gerne mal auf meinem Endometriose-Blog oder meinem YouTube-Channel vorbei!

Du bist mit Deiner Krankheit nicht allein!

Bist Du auch von Endometriose betroffen? Fast 15 Prozent der Frauen in Deutschland leiden unter Endometriose, dennoch wissen wir noch viel zu wenig über diese Krankheit und schlimmer noch es herrscht ein regelrechtes Tabu um das Thema.
Wir von CUCA BY LINDA möchten das gemeinsam ändern. Teile Deine Erfahrungen mit uns. Als Community können wir dazu beitragen, medizinische Tabus zu brechen.

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