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Scheidenausfluss: Was bedeuten Farbe und Geruch?

Der weibliche Scheidenausfluss gehört zu einem gesunden Körper dazu. Denn er erfüllt wichtige Funktionen für die Instandhaltung der Intimflora. Durch Ausfluss wird die Scheide gereinigt, krankmachende Keime werden wiederum in Schach gehalten. Im Regelfall ist der Ausfluss weißlich und relativ geruchlos. Doch was, wenn sich Farbe und Geruch des Ausflusses verändern? Wir geben einen Überblick und erklären, warum veränderter Scheidenausfluss nicht unbedingt besorgniserregend sein muss.

Ähnlich, wie die Stärke der Menstruationsblutung, kann auch die Menge an Scheidenausfluss von Frau zu Frau variieren. Manche neigen zu mehr, manche zu weniger. Vielleicht hast Du auch schon einmal im Laufe Deines Menstruationszyklus festgestellt, dass sich Menge, Farbe oder Konsistenz des Scheidenausflusses verändert? Das ist vollkommen normal und liegt an dem Einfluss der Hormone. Je näher beispielsweise der Eisprung rückt, desto glasiger und dünnflüssiger kann der Ausfluss sein. Kurz vor der Menstruation wird er dagegen dickflüssiger. Auch in der Schwangerschaft kann es aufgrund von den Hormone Östrogen und Gestagen zu einer veränderten Ausflussmenge kommen. In den Wechseljahren sinkt wiederum die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen. Das wiederum kann zu verminderten Ausfluss und Scheidentrockenheit führen.

Das hilft bei Scheidentrockenheit

Weiß, gelb, braun? Die Farbe des Ausfluss und ihre Bedeutung

Weißer Ausfluss

Ein weißer Ausfluss, der zudem geruchlos ist, gilt als normal (physiologischer Ausfluss). Ärzte und Ärztinnen sprechen auch von Fluor vaginalis. Allerdings: Tritt der Ausfluss verstärkt auf, ist er quarkartig oder bröckelig, kann es sich um Anzeichen eines Scheidenpilz handeln. Oftmals gehen die Veränderung des Ausflusses dann einher mit Rötungen, Juckreiz und geschwollenen Schamlippen. So unangenehm ein Scheidenpilz auch ist, er ist gut behandelbar. In der Apotheke gibt es rezeptfreie Cremes und Zäpfchen, die innerhalb von wenigen Tagen schnelle Abhilfe leisten. Halten die Symptome allerdings länger als vier, fünf Tage an, ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Doch aufgepasst: Zum Teil sehr ähnliche Symptome weist auch die bakterielle Vaginose auf. Hierbei handelt es sich nicht um einen Pilz, sondern um eine vaginale Infektion. Für den Laien ist es manchmal nur schwer, die Symptome einzuordnen. Bei einer Vaginose tritt oftmals ein strenger Vaginalgeruch (fischartig) mit ein. Bei der Pilzinfektion nicht. Wichtigstes Anzeichen einer bakteriellen Vaginose ist ein erhöhter pH-Wert. Dieser kann beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin mit Hilfe eines Teststäbchens getestet werden. Aufgepasst: Wenn Du schwanger bist und den Verdacht hast, Du könntest eine bakterielle Vaginose habe, gehe lieber auf Nummer sicher und zum Arzt bzw. zur Ärztin. Denn: Bei einer bakteriellen Vaginose während der Schwangerschaft steigt das Risiko für eine Frühgeburt und, schlimmer noch, eine Fehl- oder Totgeburt. Deswegen: Rasch abklären und behandeln lassen. Dann besteht auch kein Risiko mehr.

Gelber Ausfluss

Es gibt eine Reihe an Bakterien oder Parasiten, die das empfindliche Scheidenmilieu stören und zu Infektionen führen können. Ein Anzeichen für eine Erkrankung ist oftmals gelber Ausfluss. Er ist Indikator dafür, dass das Immunsystem aktiviert ist, um die unerwünschten Eindringlinge zu bekämpfen. Denn: Bei der Infektabwehr werden verstärkt Leukozyten produziert, die sind wiederum für den gelben Farbton im Ausfluss zuständig.

Tritt der gelbe Ausfluss in Kombination mit anderen Beschwerden, beispielsweise Schmerzen beim Wasserlassen oder Juckreiz auf, ist es besser, wenn Du Dich Deinem Frauenarzt oder Deiner Frauenärztin anvertraust. Denn gelber Ausfluss kann ein Symptom für eine sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit sein: Tripper, auch Gonorrhoe, kann einen eher gelblichen Ausfluss auslösen. Eine Entzündung des Gebärmutterhalses durch Chlamydien sorgt ebenfalls für gelben Ausfluss, meist in Kombination mit Kontaktblutungen. Eine eindeutige Klärung kann aber nur ein Arzt oder eine Ärztin vornehmen. Die frühzeitige Erkennung der Infektion ermöglicht wiederum eine gezielte Behandlung, beispielsweise mit Hilfe von Antibiotika oder bestimmten Cremes. Eine rasche Heilung ist dann möglich.

Smarte Helferlein bei Ausfluss

Brauner Ausfluss

Viele Frauen kennen das Phänomen der Zwischenblutung. Beispielsweise finden viele zur Zeit des Eisprungs braun-rötliche Flecken in ihrem Höschen. Es ist nicht leicht, Zwischenblutung und braunen Ausfluss voneinander zu unterscheiden. Deswegen ist es immer sinnvoll, die Ursache für öfter auftretenden, bräunlich verfärbten Ausfluss von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin klären zu lassen. Dabei muss es nicht immer ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Im Gegenteil: Brauner Ausfluss kann auf eine Schwangerschaft hindeuten. Durch die hormonellen Veränderungen tritt vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft eine bräunliche Verfärbung des Ausflusses auf.

Weniger erfreulich, aber nicht zwingend besorgniserregend sind gutartige Wucherungen wie Myome, Polypen in der Gebärmutterschleimhaut oder auch gutartige Veränderungen am Muttermund, die Ursache mit braunem Ausfluss und Zwischenblutungen sind. In der Regel sind das harmlose Veränderungen, die jedoch unter ärztlicher Beobachtung stehen sollten, damit auf Dauer keine stärkeren Blutungen und Schmerzen entstehen. Bei manchen Veränderungen des Gewebes an der Gebärmutter kann es sich nämlich um eine Krebsvorstufe handeln – und die muss schnell behandelt werden. Bei einer Infektion durch Humane Papillomviren, abgekürzt HPV, ist brauner Ausfluss ebenfalls ein Symptom. HPV steht im Verdacht, Gebärmutterhalskrebs auslösen zu können.
Insbesondere in und nach den Wechseljahren sollten die Ursachen von braunem Ausfluss zeitnah geklärt werden, weil es ein Anzeichen für eine Erkrankung sein kann. Beispielsweise treten besagte Polypen gehäuft bei Frauen in und nach den Wechseljahren auf. Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto schneller kann auch eine Behandlung erfolgreich greifen.

Hände weg von herkömmlichen Wegwerfbinden und Slipeinlagen

Wusstest Du das 90% der Hygieneartikel aus einem Zellulose-Kunststoff-Gemisch bestehen? Das ist nicht nur schlecht für unsere Umwelt, da Binden und Co. aufgrund seiner nicht abbaubaren Plastikbestandteile über 500 Jahre zum verrotten brauchen, sondern eben genau diese schaden unserer natürlichen Intimflora. Plastik ist nicht atmungsaktiv und ein „Feuchtgebiet“ ohne Luftzufuhr ist nunmal ein wunderbarer Herd für Bakterien. In Drogeriemärkten tummeln sich nach wie vor Slipeinlagen mit Blümchenduft, die uns suggerieren, dass unser natürlicher Odeur zu überdecken wäre, die (abstruser Weise) vor allem dafür sorgen, dass Infektionen überhaupt entstehen.

Es ist natürlich, dass wir bei Ausfluss zu Slipeinlagen und Co. greifen, aber bitte mit Bedacht. Wir haben Dir Alternativen zusammengestellt, die atmungsaktiv, nachhaltig und auslaufsicher sind. Damit sich eine mögliche Infektion erst gar nicht verbreitet, oder Du Dich einfach den ganzen Tag trocken und geschützt fühlen kannst.

Atmungsaktive & nachhaltige Slipeinlagen

Wie gut kennst Du Deinen Körper? Gehst Du bei Veränderungen direkt zum Arzt oder zur Ärztin oder kannst Du immer gut einordnen, was zu tun ist?

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