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Umwelt & Periodenprodukte: Wir nehmen den Kreislauf unter die Lupe und zeigen Euch worauf zu achten ist

Unsere Ozeane werden immer mehr durch Plastik verschmutzt. In unseren Meeren landen häufig Einwegplastik, aber auch Hygieneprodukte wie Tampons und Binden. So konnten sich im Laufe der Jahre riesengroße Plastikstrudel in den Meeren bilden. Wir versuchen deshalb, unseren Plastikkonsum zu reduzieren, in dem wir regional und lokal einkaufen, Stoffbeutel benutzen oder bewusster konsumieren. Aber an den Einfluss der Hygieneprodukte denken wir oftmals nicht.

Dass konventionelle Periodenprodukte viel Müll produzieren, ist aber nichts Neues. Jährlich entstehen so etwa 600.000 Badewannen voll Müll, allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dies entspricht ca. 75.000 bis 125.000 t Müll, welche jährlich auf den Müllkippen dieser Welt landen. Periodenprodukte können dort aber nicht recycelt werden. So braucht eine einzige Binde 500 Jahre zum Verrotten. Wir wollen Dir deshalb zeigen, worauf Du bei Periodenprodukten achten solltest. Welche Produkte gut für Dich und Deine Umwelt sind, erfährst Du jetzt.

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Wie entstehen herkömmliche Tampons, Binden und Slipeinlagen? Wie schädlich sind sie wirklich?

Alle drei Produkte bestehen im Grunde genommen aus denselben Bestandteilen. Bei Binden und Slipeinlagen werden Zellulose-Kunststoff-Gemische verwendet, wohingegen die Tampons aus Viskose bestehen. Zellulose und Viskose werden aus Holzfasern gewonnen. Diese Holzfasern werden dann industriell zu Viskose und Zellulose weiterverarbeitet.

Bei der Produktion von Zellulose und Viskose werden rund 20-40 % der benötigten Holzfasern durch illegalen Holzeinschlag bereitgestellt. Das stellt ein Problem für unsere Wälder dar. Die Abholzung von Waldflächen nimmt global immer weiter zu. Durch die illegale Rodung werden die Waldstücke auch nicht neu aufgeforstet.

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Zellulose muss, bevor es verwendet werden kann, gebleicht werden. Meistens wird das Verfahren der Sauerstoffbleiche angewendet. Positiv an diesem Verfahren ist, dass es ohne Chemikalien auskommt. Jedoch wird dabei sehr viel Energie und Wasser verbraucht. Und natürlich werden nicht alle Binden, Tampons und Slipeinlagen mit Sauerstoffbleiche gebleicht. Eine andere Möglichkeit ist die ECF (elementary chlorine free) Bleiche. Dabei werden aber häufig doch Chlorreste nachgewiesen.

Die Unterseite von Binden und Slipeinlagen besteht aus Polyethylen oder Polypropylen. Das Schlechte an den beiden Kunststoffen ist, dass sie zwar recycelt werden können, aber auf dem Weg dorthin geht auch viel Plastik verloren. Dieses Plastik lagert sich in unserer Umwelt an. Es zerreibt sich folglich in kleinste Plastikteilchen- Mikroplastik. Diese Teilchen können dem zu Folge auch in unsere Nahrung oder das Grundwasser gelangen. Auch die saugfähige Schicht der Binde besteht aus Kunststoff. Häufig werden Superabsorber wie Kunststoffgranualt verwendet. Es wird aus Erdöl hergestellt und kann nicht natürlich abgebaut werden.

Durch die Plastikschicht der Binden kann die Haut nicht richtig atmen. Es sammelt sich Feuchtigkeit an, die nicht entweichen kann. Durch die erhöhte Feuchtigkeit können Binden und Slipeinlagen Hautirritationen, Ausschläge und zum Beispiel Scheidenpilz hervorrufen. Deshalb solltest Du unbedingt auf umweltfreundlichere Produkte zurückgreifen. Eine Auswahl an nachhaltigen Produkten stellen wir Dir jetzt vor.

Waschbare Tampons, Binden und Slipeinlagen aus Bio-Baumwolle

Das Gute an Bio-Baumwolle ist, dass sie ganz ohne Pestizide und Pflanzenschutzmittel angebaut wird. Bei herkömmlicher Baumwolle ist das nicht der Fall. NABU fand heraus, dass 80 % der in Afrika eingesetzten Pestizide auf den Baumwollanbau zurückzuführen sind. Doch die Anwendung von Pestiziden ist nicht das einzige Problem. Der Anbau von Baumwolle verbraucht sehr viel Wasser. So werden für 1 Kilogramm Baumwolle ca. 7.000-29.000 Liter Wasser verbraucht (WWF). Bei Biobaumwolle ist der Verbrauch von Wasser bis zu 90 % geringer. Regenwasser wird gespeichert, aufbereitet und anschließend zum Bewässern genutzt. Dadurch muss weniger zusätzliches Wasser verwendet werden.

Wenn Du Tampons und Binden weiterhin verwenden willst, solltest Du unbedingt darauf achten, dass diese aus Bio-Baumwolle hergestellt sind. Diverse Siegel für Bio-Baumwolle sind zum Beispiel GOTs (global organic textile standard), Naturtextil und Oeko- Tex® Standard 100. Bei Zertifizierung durch diese Siegel kannst Du dir sicher sein, dass die Bauern fair bezahlt werden. Bei uns im Shop gibt es Imse Vimse Slipeinlagen, Binden und Tampons. Die Slipeinlagen und Binden kannst Du nach der Benutzung einfach mit zur Wäsche geben. Dadurch, dass Du sie immer wieder wäschst, reduzierst Du den Müll. Du musst für das Waschen zwar viel Wasser verwenden, aber Deine Kleidung musst Du so oder so waschen. Bei der Benutzung während der Periode empfiehlt es sich, diese vorher kurz auszuspülen. Allesamt aus Bio-Baumwolle. Gut für Dich und Deine Umwelt.

Natürlich gibt es auch Wegwerfprodukte aus Bio-Baumwolle. Diese sind nicht so nachhaltig wie waschbare Produkte. Dennoch sind sie gesünder als Periodenprodukte aus Zellulose-Kunststoff.

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Periodenslips und Menstruationstassen als Alternative

Es gibt auch tolle Periodenslips aus Bio-Baumwolle oder CO2-neutralem Lenzing® MicroModal. Periodenslips funktionieren im Prinzip wie eine normale Unterhose mit integrierter Binde. Sie bestehen außen aus einem weichen, atmungsaktiven Stoff und innen sind sie saugstark. Periodenslips sind toll als Back-up zu Deiner Tasse oder als Hygieneprodukt in der Nacht. Zudem werden Teile der Taynie Periodenslips in Deutschland hergestellt. Aber auch WUKA stellt seine Periodenslips in England her. Dadurch fallen weniger Transportkosten an und CO2-Emissionen werden gesenkt.

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Durch Menstruationstassen verursachst Du am wenigsten Müll. Du kannst sie bis zu zehn Jahre verwenden, ohne sie durch eine Neue zu ersetzten. Dadurch sparst Du sehr viel Geld und Müll. Sie bestehen meist aus medizinischem Silikon und sind somit frei von Schadstoffen.  Meist wird medizinisches Silikon in Deutschland hergestellt. Auch hier können Transportwege reduziert und Emissionen vermindert werden.

Das Fazit

Eine Frau verbraucht durchschnittlich 10.000 bis 17.000 Tampons oder Binden in ihrem ganzen Leben. Hochgerechnet entstehen dadurch 140 Kilogramm Müll. Durch waschbare Hygieneprodukte oder Menstruationstassen kannst Du den Müll reduzieren.

Hinzu kommt, dass Periodenprodukte aus Zellulose-Kunststoff-Gemischen äußerst schädlich für Dich und Deine Umwelt sind. Sie erzeugen sehr viel Müll und können teils sehr schwer bis gar nicht recycelt werden. Eine bessere Lösung sind waschbare Binden, Slipeinlagen und Tampons. Sie können immer wieder verwendet werden und sind gut für die Umwelt. Du solltest nur darauf achten, dass sie aus Bio-Baumwolle bestehen. Dann kannst Du dir sicher sein, dass keine Pestizide eingesetzt wurden.

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Periodenslips und Menstruationstassen sind auch gute Alternativen. Du kannst die Periodenslips beispielsweise als Back-up zu Deiner Tasse benutzen.

 

Beim Kauf solcher Produkte achten wir von CUCA BY LINDA auf diverse Siegel. Du kannst Dir sicher sein, dass alle Perioden-Produkte die Du in unserem CUCA-Shop findest von uns getestet wurden und auf unserem CUCA-Versprechen basieren.

 

 

 

Wusstest Du wieviel Müll unsere Periode produziert? Erzähl uns von Deinen Erfahrungen. Wir freuen uns auf Deine Anregungen in den Kommentaren.

Quellen:

https://utopia.de/ratgeber/damenhygiene-alternativen-zu-o-b-always/

https://erdbeerwoche.com/meine-umwelt/materialien/

https://utopia.de/ratgeber/bio-baumwolle-wissenswertes/

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