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Kaiserschnitt! Was die Geburt per Operation für Dich und Dein Kind bedeutet.

Fast jedes dritte Kind in Deutschland wird per Kaiserschnitt geboren. Hier kannst Du nachlesen wie der Kaiserschnitt abläuft und was die Vor- und Nachteile sind. Außerdem findest Du Tipps für die Zeit nach dem Kaiserschnitt.

Ursachen für einen Kaiserschnitt

Die meisten Kaiserschnitte sind medizinisch notwendig. Manche können schon lange geplant werden, andere Kaiserschnitte werden spontan gemacht.

Notkaiserschnitt

Kommt es während einer vaginalen Geburt zu Komplikationen, so kann ein Notkaiserschnitt das Leben und/oder die Gesundheit von Mutter und Kind retten. Ein Geburtsstillstand ist eine dieser möglichen Komplikationen. Auch ein besorgniserregender Bluthochdruck der Mutter oder auffällige Herztöne beim Kind sind Gründe für einen Notkaiserschnitt.

Geplanter Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen

Mehrere Gründe sorgen dafür, dass bereits im Verlauf der Schwangerschaft ein Kaiserschnitt vorgeplant wird. Zu diesen Gründen gehört:

  1. Eine ungünstige Lage des Kindes quer oder mit dem Po nach unten
  2. Ein drohender Gebärmutterriss. Diese Gefahr besteht besonders, wenn die Mutter bereits einen oder mehrere Kaiserschnitte hatte.
  3. Eine vor dem Muttermund liegende Plazenta (Placenta praevia)

und einige mehr.

Wunschkaiserschnitt

Möchte die werdende Mutter einen Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation, so spricht man von einem Wunschkaiserschnitt. Ein solcher Eingriff muss in den meisten Fällen privat bezahlt werden und kann bis zu 3.000 Euro kosten.

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Kaiserschnitt – Ablauf

In der Regel findet der Eingriff in örtlicher Betäubung mit Spinal- oder Peridualanästhesie statt. Diese Betäubung wird über einen Stich in oder direkt neben die Wirbelsäule gesetzt. Diese örtliche Betäubung hat den Vorteil, dass die Mama die Geburt ihres Babys miterlebt. Sie kann auch etwas spüren, hat aber keine Schmerzen. Nur selten wird der Kaiserschnitt in Vollnarkose durchgeführt.
Vor dem eigentlichen Eingriff wird neben dem Zugang am Rücken noch ein Blasenkatheder gelegt. Auf Brusthöhe wird ein Sichtschutz angebracht. So kann auch der werdende Papa dabei sein.
Beim Kaiserschnitt werden Bauchdecke und Gebärmutter unterhalb der Schamhaargrenze aufgeschnitten. Durch diesen Schnitt werden Kind und Plazenta geboren. Das Baby wird sofort abgenabelt. Papa und Hebamme kümmern sich um die weitere Versorgung.
Gleichzeitig werden die Gebärmutter und die einzelnen Schichten der Bauchdecke wieder vernäht. Das dauert rund eine halbe Stunde. Direkt nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter wieder zusammen. Wie bei einer vaginalen Geburt hat die Mutter daher Nachwehen.

Nach dem Kaiserschnitt

In den Wochen nach dem Kaiserschnitt steht eine Hebamme Mama und Kind zur Seite. Sie kann auch die Fäden der KS Narbe ziehen.
Vor dem Anfassen der Naht sollten die Hände in den ersten zwei Wochen unbedingt immer desinfiziert werden.
Ist die äußerliche Wunde verheilt, helfen kleine Massagen bei der Heilung. Wohltuende Öle wie Lavendel oder Mandelöl unterstützen zusätzlich. Es gibt sogar spezielle Narbensalben.
Die Naht kann ziemlich jucken. Kühlung hilft gegen diese Schmerzen. Sehr praktisch ist zum Beispiel ein Slip mit integriertem Kühlkissen.
Außerdem ist es wichtig, dass sich die Mutter gut schont. Bücken, Aufstehen und auch sonst jede Bewegung ist durch die KS Naht erschwert. Auch wenn es schwer fällt: Kaiserschnitt-Mamas brauchen durch die Wunde nach der Geburt in der Regel mehr Unterstützung. Es dauert einige Monate bis die Naht wirklich verheilt ist. Bis das Taubheitsgefühl um die Narbe verschwindet kann es Jahre dauern.
Von der Naht bleibt irgendwann nur eine blasse KS Narbe zurück. Sie ist auch im Bikini nicht sichtbar.

Schmerzen nach dem Kaiserschnitt

Die Wundheilung ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche Frauen können nach einem Tag wieder aufstehen, andere brauchen mehrere Tage. In den ersten Wochen sind Schmerzen normal. In der Regel verheilt der Schnitt dann innerhalb von drei Monaten. Einige Frauen klagen noch lange nach der Sectio über Schmerzen. Vor allem ein Taubheitsgefühl kann Jahre bleiben.

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Vorteile des Kaiserschnitts

  • Bei einem geplanten Kaiserschnitt steht der Tag der Geburt im Vorfeld fest. Geschwisterkinder können so frühzeitig untergebracht werden. Ein bisschen Einfluss hat man so auch auf den Geburtstag des Kindes. Auch der werdende Vater kann die Geburt per Kaiserschnitt leichter mit seiner Arbeit vereinbaren.
  • Wehenschmerzen und dem unsicheren Geburtsverlauf kann man durch einen Kaiserschnitt entgehen.
  • Geburtsverletzungen werden vermieden. Dazu gehören bei der Mutter Dammrisse, Schäden der Blase und weitere Komplikationen. Auch Schäden am Beckenboden sind seltener – das wurde in einer amerikanische Studie unlängst festgestellt. Beim Kind werden mögliche Verletzungen des Kopfes zum Beispiel durch eine Saugglocke, ausgeschlossen.

Nachteile des Kaiserschnitts

  • Nach dem Kaiserschnitt sind die Bewegungen stark eingeschränkt. Es dauert eine Weile bis die Narbe wirklich verheilt ist.
  • Durch den Kaiserschnitt kann der Hormonhaushalt durcheinandergeraten. Der Wochenfluss dauert oft länger und der Milcheinschuss kommt häufig später als nach einer vaginalen Geburt. Auch die Bindung zum Kind kann am Anfang durch die Hormonumstellung holprig sein.
  • Der Kaiserschnitt bleibt eine Operation und jede Operation birgt Risiken. Im Falle des Kaiserschnitts sind das Blutdruckabfall, Herzbeschwerden, Kopfschmerzen oder auch die Verletzung umliegender Organe.
  • Mit jedem Kaiserschnitt steigt das Risiko für nachfolgenden Schwangerschaften. Durch das Narbengewebe kann die Gebärmutter leichter reißen. Nach zwei Kaiserschnitten wird die dritte Geburt daher normalerweise ebenfalls per Kaiserschnitt durchgeführt. Die meisten Ärzte raten danach von weiteren Schwangerschaften ab.
  • Bei einer vaginalen Geburt wird der Brustkorb des Babys zusammengedrückt bevor es das erste Mal atmen muss. Beim Kaiserschnitt kann das nur nachgeahmt werden. Daher kann es zu Anpassungsstörungen kommen. Das gleicht sich aber in der Regel schnell aus.

Hattest Du schon einen Kaiserschnitt? Oder steht die Geburt Deines Kindes bevor? Erzähl uns gerne Deine Geschichte.

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https://faktencheck-gesundheit.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Faktencheck_Gesundheit_Kaiserschnitt.pdf
https://www.aok.de/pk/uni/inhalt/kaiserschnitt/
https://www.kaiserschluepfer.de/kaiserschluepfer/
https://www.eltern.de/foren/kaiserschnitt/476499-schmerzen-nach-kaiserschnitt-war-es-euch.html
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Kaiserschnitt?nid=99969
https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Hirnbild_verraet__Kaiserschnitt_schwaecht_Mutter_Kind_Bindung1771015585289.html
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/oft-nicht-der-koenigsweg/

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