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„Vulvalippen“ statt „Schamlippen“

Wenn es um Themen wie weibliche Sexualität oder weibliche Geschlechtsorgane geht, steigt bei vielen die Schamesröte ins Gesicht. Schuld daran ist nicht zuletzt der Begriff „Schamlippe“, findet unsere Autorin Frieda. Denn dieser Terminus impliziert eine Sicht auf Frauen, die alles andere als zeitgenössisch ist.

Hand aufs Herz: Wie reden wir Frauen eigentlich über unsere Sexualität oder über unseren Körper? Oftmals sind wir dabei eher vorsichtig, als fordernd, eher diskret, als direkt! Das zeigt auch eindrucksvoll dieses Video, in dem Frauen das erste Mal ihre Vagina in Großaufnahme betrachten. Die große Unsicherheit und die Komplexe, die viele Frauen gegenüber ihrer Intimzone haben, werden hier sichtbar.

Weibliche Scham ist fest in unserem Gedächtnis verankert

Ganz egal, ob es um Dinge wie Lust auf Sex, Menstruation oder die Vulva geht. Weibliche Sexualität hat immer noch den Überzug des Anstößigen, als sei dies etwas, das es zu verstecken gilt. Im Beruf, im Alltag und auch im sozialen Leben steht die entfesselte weibliche Sexualität oftmals noch gleichbedeutend für Promiskuität. Dass das Unsinn ist, wissen aufgeklärte Menschen schon längst. Frauen haben ein genauso großes Recht auf offenes Reden über ihren Körper, ihr Leiden und ihre Lust, wie Männer. Und doch ist weibliche Scham fest in unserem kollektivem Gedächtnis verankert. Sich davon als Frau zu befreien, ist schwer. Und das aus gutem Grund. Denn: Unser Denken wird von unserer Sprache gesteuert. Sprache schafft Wirklichkeit! Deswegen ist ein Begriff wie “Schamlippen”, der über 200 Jahre alt ist, so gefährlich – und schlichtweg nicht mehr zeitgenössisch.

Petition für den Begriff „Vulvalippen“

Das findet auch die Journalistin Gunda Windmüller. Sie plädiert für einen neuen Begriff – den Begriff der „Vulvalippen“ – und sammelt gemeinsam mit Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal Internet Unterschriften, die die beiden an den Dudenverlag senden wollen. Außerdem haben die beiden eine Social Media Kampagne unter dem Hashtag #vulvalippen gestartet. “Es ist nicht nur ein Wort. Es hat quasi einen ganzen Rucksack an Problemen dabei: Die weiblichen Geschlechtsteile, die weibliche Sexualität und Lust wurde seit Jahrhunderten eingeengt, diszipliniert und verdrängt”, erklärt die Journalistin gegenüber Deutschlandfunk. Während es im Duden für Schamhaare oder Schambereich auch Alternativen wie “Initmbehaarung” oder “Genitalbereich” gibt, existiert für den Begriff “Schamlippen” nichts dergleichen.
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„Vulvalippen“: Der Begriff sorgt für ein besseres Verständnis

Bis jetzt. Denn der von Gundula Windmüller geprägte Terminus „Vulvalippen“ ist neutral: „Anatomisch gesehen sind es Lippen und es sind die Lippen der Vulva. Das Wort hat auch den Vorteil, dass es noch mal klar macht, was und wo die Vulva ist“, erklärt die Redakteurin. Denn viele Frauen wissen nicht, dass die Vulva nicht gleichbedeutend mit „Vagina“ steht. Die Vulva bezeichnet nämlich den äußeren Teil der weiblichen Geschlechtsorgane, während die Vagina zu den inneren Geschlechtsorganen der Frau gehört.
Insofern hat der Wechsel von „Schamlippen” zu „Vulvalippen“ in unserem täglichen Sprachgebrauch gleich zwei Vorteile: Wir verbessern das Verständnis der weiblichen Geschlechtsteile. Und wir verändern die Wahrnehmung der weiblichen Sexualität. Denn: Sprache spiegelt auch den Wandel in der Gesellschaft wider. Und der Wandel findet genau jetzt statt. Höchste Zeit also, von Vulvalippen zu sprechen. Denn es gibt wirklich keinen Grund, sich für seine Genitalien zu schämen!
Wie siehst Du das? Findest Du es notwendig, ab jetzt von Vulvalippen zu sprechen – oder eher albern? Sag uns Deine Meinung!

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/vulvalippen-neuer-name-fuer-schamlippen
https://www.stern.de/neon/heimat/sprache-kultur/schamlippen–adé–eine-petition-will–vulvalippen–im-duden-sehen-8427586.html
https://www.jetzt.de/sex/petition-vulvalippen-statt-schamlippen

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